Willkommen auf der Homepage des Vereins Autistenhilfe und Wahrnehmungsentwicklung Tirol
Wir bieten ambulante Hilfe und Beratung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit autistischen und anderen besonderen Wahrnehmungsfähigkeiten sowie für ihre Angehörigen und Assistent:innen.
Darüber hinaus stehen wir auch Schulen, Dienstleister:innen und Arbeitgeber:innen als Anlaufstelle zur Verfügung. Bei Fragen rund um die Themen Autismus und Wahrnehmungsbesonderheiten bieten wir Information, Beratung und Unterstützung im Umgang mit individuellen Bedürfnissen und inklusiven Rahmenbedingungen.
Unser Ziel ist es, Verständnis zu fördern, Ressourcen zu stärken und eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu unterstützen.
Büro der Autistenhilfe:
In dringenden Fällen bitte eine E-Mail senden.
E-Mail: office@autistenhilfe.tirol
E-Mails werden zeitnah beantwortet.
Telefonische Erreichbarkeit:
Montag: 13:00 bis 17:00
Mobil: +43 677 6249 1528
Schulassistenz in Tirol in Gefahr
Schulassistenz ist für viele autistische sowie Kinder mit anderen Behinderungen und Wahrnehmungsbesonderheiten keine Sonderleistung, sondern eine zentrale Voraussetzung für Schulbesuch, Lernen und soziale Teilhabe. Sie ermöglicht Struktur, Orientierung, Kommunikation und Sicherheit im Schulalltag – und schützt Kinder davor, vom Unterricht ausgeschlossen zu werden.
Derzeit plant das Land Tirol eine Änderung des Tiroler Teilhabegesetzes. Obwohl eine Reform grundsätzlich notwendig wäre, würde der vorliegende Entwurf den Zugang zur Schulassistenz einschränken statt absichern, da bisherige gesetzlich festgelegte Belege für das Vorhandensein einer Behinderung (erhöhte Familienbeihilfe oder Pflegegeld) aus der aktuellen Gesetzesnovelle gestrichen werden sollen.
Für viele Kinder mit einem klaren pädagogischen Unterstützungsbedarf droht der Verlust eines verlässlichen Anspruchs.
Zentrale Kriterien sollen außerdem in Richtlinien ausgelagert werden – ohne Rechtssicherheit und ohne einklagbaren Anspruch. Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, wie schnell solche in Richtlinien und nicht im Gesetz verankerte Leistungen zu Kürzungen, Unsicherheit und Unterversorgung führen können.
Für viele Kinder hätte das gravierende Folgen: weniger Unterstützung im Unterricht, Ausschluss von Bildungsangeboten, steigende Belastung für Familien und Schulen sowie langfristige Nachteile für Bildung und Entwicklung. Das widerspricht dem Recht auf Bildung, dem Kindeswohl und dem Ziel einer inklusiven Beschulung.
Unsere Forderung
Wir setzen uns für den Fortbestand eines nachhaltigen, bedarfsorientierten und rechtlich abgesicherten Zugangs zur Schulassistenz ein:
- Schulassistenz muss ein echtes Individualrecht bleiben.
- Pädagogische Bedarfe müssen gesetzlich anerkannt werden.
- Anspruchsregeln gehören ins Gesetz, nicht in unverbindliche Richtlinien.
Bitte unterstützen Sie uns
Gemeinsam mit dem Verein Integration Tirol haben wir eine Petition gestartet, um das Recht auf Schulassistenz in Tirol zu erhalten und nachhaltig zu sichern.
Gemeinsam für Teilhabe, Bildung und Zukunft in Tirol:
Recht auf Schulassistenz in Tirol erhalten und nachhaltig verankern | mein #aufstehn
Mit Ihrer Unterschrift helfen Sie mit, dass Kinder in Tirol auch künftig die Unterstützung erhalten, die sie für Bildung, Teilhabe und Entwicklung brauchen.
Jede Stimme zählt. Jede Stimme schützt Kinder, die sich selbst nicht wehren können.
Jetzt unterschreiben. Weiterverbreiten. Gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Theater Telfs: „Die Tanzstunde“
Im Rahmen einer besonderen Kooperation mit dem Theater Telfs durfte die Autistenhilfe Tirol eine Matinee zum Zwei-Personen-Stück „Die Tanzstunde“ von Mark St. Germain begleiten. Das berührende und zugleich humorvolle Stück erzählt von einem ungleichen Paar, das sich nur mühsam auf denselben Takt einlässt – und dabei im Laufe der Tanzstunden viel über Nähe, Verständnis und sich selbst lernt.
Im Anschluss an eine Matinee-Vorstellung fand eine Gesprächsrunde zum Thema Autismus statt, an der unsere amtierende Obfrau Carina Ruttinger sowie die frühere Obfrau Susanne Windisch teilnahmen. Der offene Austausch mit dem Publikum bot Raum für Fragen, persönliche Eindrücke und eine vertiefende Auseinandersetzung mit Autismus jenseits von Klischees.
Besonders erfreulich war zudem die Umsetzung einer reizarmen, autismusfreundlichen Vorstellung mit reduzierten Lichteffekten und ohne Applaus. Dieses Angebot leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr kultureller Teilhabe und Sensibilisierung.
Das Stück ist erneut zu sehen am 01.02.2026 um 20:00 Uhr im Bogentheater Innsbruck. Wir freuen uns über das anhaltende Interesse und bedanken uns herzlich beim Theater Telfs für die wertschätzende Zusammenarbeit.


Stille Stunde beim MPreis
Ich darf erfreulicherweise schreiben, dass es in einer Zusammenarbeit einer Studierendengruppe der Uni Innsbruck, der ÖH und mir, gemeinsam mit dem Partner MPreis gelungen ist, ein erstes Pilotprojekt zur Stillen Stunde in Tirol zu starten. Bei der Teilnehmenden Filiale handelt es sich um jene in der Salurner Straße 1 in 6020 Innsbruck.
Die Stille Stunde wird von Montag bis Freitag zwischen 14:00 bis 15:00 Uhr und Samstags von 8:00 bis 11:00 Uhr angeboten. Folgende Maßnahmen werden während dieser Zeit getroffen:
- Keine Musik
- Lautstärke an Kassa reduziert
- Gedimmte Beleuchtung
- Sensorischer Plan
- Bei Bedarf Ausgabe von Gehörschutz (an der Kassa)
- Assistenzhunde willkommen
Ich bin sehr froh über diesen Start.
Damit dieser erfolgreich wird und hoffentlich in weiteren Märkten etabliert wird, würde ich mich sehr über Unterstützung bei der Bewerbung freuen. Material, zB einen Flyer sowie der sensorische Orientierungsplan wurden vom MPreis zur Verfügung gestellt und sind anbei.
Die Partner vom MPreis freuen sich über Rückmeldungen zum Projekt, entweder direkt an den MPreis oder an stille-stunde-tirol@gmx.at.
Hier die Beschreibung der „Stillen Stunde“ als PDF:
Flyer_Stille_Stunde_A5
Hier die Wegbeschreibung zum MPreis in der Salurnerstraße:
Markt_Salurner_Straße
Liebe Grüße
Mag. Alina Kühnel


